Monday, July 22, 2024
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PEM testet Routenplanung für E-Lkw im Realbetrieb


Dieser Batterie-elektrische Lkw ist nicht auf Teststrecken unterwegs, sondern wird auf der Straße vom Aachener Logistikunternehmen Hammer täglich eingesetzt. An Bord des Fahrzeugs soll die eigens entwickelte Software program „für eine sichere Routenplanung“ sorgen, so der PEM. Dabei werden etwa die aktuelle Reichweite und verfügbare Ladepunkte berücksichtigt.

„DRivE“ steht für „Datenbasierte Routenplanung im Straßengüterverkehr mit verschiedenen Energieversorgungstechnologien“ und soll sich noch bis Ende 2024 damit befassen, wie Unternehmen aus der Logistikbranche mit digitaler Hilfe der Umstieg auf umweltfreundliche Schwerlast-Lkw im Fernverkehr erleichtert werden kann. Ein Factor davon ist die Routenplanung mit Ladestopps. Die ist zwar von Elektroautos im Kern schon bekannt, muss aber bei elektrischen Lkw um einige Kriterien erweitert werden: So sind etwa Ladepunkte mit zu geringer Leistung für die tendenziell größeren E-Lkw-Batterien nicht praxistauglich und der Ladepunkt muss mit einem Elektro-Lkw auch überhaupt anfahrbar sein. Und selbst dann ist noch zu unterscheiden, ob es sich um eine elektrische Sattelzugmaschine handelt (die zum Laden eventuell absatteln kann) oder um das starre Fahrgestell eines Gliederzugs mit langem Motorwagen.

In der nun gestarteten Pilotphase will der PEM gemeinsam mit den Partnern demonstrieren, dass „solch eine Lösung prinzipiell zuverlässig funktioniert“, wie es in der Mitteilung heißt. Andererseits sollen im Praxistest „eventuell noch zu schließende Lücken in der Programmierung“ aufgedeckt werden.

Neben dem PEM und Hammer Highway Cargo sind an „DRivE“ auch Maintrans Internationale Spedition, die Mansio GmbH, ZeKju GmbH, der FIR e.V. an der RWTH Aachen und das Unternehmen Park Your Truck GmbH beteiligt. Letztgenanntes hat kürzlich unter dem Label Cost your Truck den ersten Ladepark auf einem der firmeneigenen Lkw-Parkplätze in Betrieb genommen. Gefördert wird das Projekt durch das BMDV.

„Unser Ziel ist es, den Einsatz von Lkw mit nachhaltigen Antriebskonzepten dadurch attraktiver zu machen, dass sie ihre Strecken mit Hilfe von Digitalisierung sicher und vorab intestine geplant bewältigen können“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker. 

„Wenn die Klimaziele erreicht werden sollen, müssen auch Fernverkehr-Touren mit alternativen Antrieben absolviert werden“, sagt PEMs Projektverantwortlicher Maximilian Bayerlein: „Dem steht im Transportgeschäft bislang die Intransparenz verfügbarer Lade- und Tank-Infrastruktur entgegen – und die damit verbundene Sorge vor Umwegen oder Wartezeiten.“ Ein neuer Routing-Algorithmus soll daher die Planungssicherheit von Transportbetrieben erhöhen und dadurch Unternehmen zur Investition in umweltfreundliche Antriebstechnologien ermutigen.

pem.rwth-aachen.de (Mitteilung), pem.rwth-aachen.de (Projektdetails)

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